Frau Edina Nagy de Valdoleiros ist die Katechetin der Erstkommunionsgruppe.

Nähere Informationen erfahren Sie im Pfarrbüro der St.Franziskus Gemeinde unter Telefon Nr.: 040 / 617714

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 Mama, wo ist denn meine Fliege?

 

Aufregung pur bei uns zuhause. Ich bin ganz hibbelig. Endlich wird es ernst. All die Wochen und Monate der Vorbereitung manifestieren sich in diesen einen Augenblick: Das erste mal ganz nah bei Jesus sein. Wie das wohl ist?

Am Anfang war ich ganz neugierig. Wer sind die anderen Kinder? Wie sind die wohl?

Was werden wir machen?

Das erste Treffen war spannend. Wir waren drei jungen und acht Mädchen. Alle waren total nett.

Als erstes mussten wir uns kennenlernen. Dazu haben wir Spiele gemacht. Überhaupt haben wir viel gespielt. Selbst wenn wir Gebete gelernt haben, haben wir das spielerisch gemacht. Wir haben z.B. einige Zeilen auf ein Plakat geschrieben und dann mussten wir uns in die richtige Reihe stellen. Das war manchmal ganz schön knifflig. Aber sehr lustig, weil ab und zu etwas sehr komisches dabei raus kam.

Am Anfang haben wir über Gott gesprochen. Das er alles gemacht hat: Die Sonne, den Mond, das Wasser und so weiter.

Nach ein paar Wochen hatten wir einen Gemeinschaftstag. Alle Kinder sind schon Samstag morgen gekommen. Wir hatten ein bisschen Unterricht und dann sind wir auf den Spielplatz gegangen.

Mittags haben die Eltern für uns gekocht. Dann haben wir wieder mit unserer Katechetin Edina über Gott gesprochen. Nachmittags haben alle zusammen gesessen, Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Das war schön, dass alle zusammen waren. Auch Pater Andrzej war dabei.

Die Adventszeit war diesmal besonders besinnlich. Die Gottesdienste waren sehr festlich und die biblischen Geschichten sehr spannend. Besonders gefallen hat mir die Geschichte vom wachsenden Licht.

Eigentlich haben mir viele der Geschichten und Gleichnisse gefallen. Zum Beispiel “der verlorene Sohn” oder die Geschichte von Bartimäus, dem Blinden.

Auch die Lieder, welche wir gelernt haben, sind mir in Erinnerung geblieben. Besonders das Lied, dass wir bei unserer ersten heiligen Kommunion gesungen haben: “Weil ich Jesu Schäflein bin.”

 

Zur Faschingszeit wurde dann in unserer Gemeinde Fasching gefeiert. Mit Spielen und Kuchen und Saft und natürlich: Mit Verkleiden! Ihr hättet mal den Pater Andrzej sehen sollen! Lustig, lustig!

Ende Februar hatten wir wieder ein Highlight: Wir durften in unserem Gemeindehaus übernachten und unsere erste Beichte ablegen. Edina hatte uns in unserem Unterricht darauf vorbereitet. Nun sollten wir also alle unsere Sünden gestehen. Ich überlegte schon Tage vorher, was ich sagen sollte. Ich war total nervös. Was soll ich nur sagen? Aber dann war es ganz einfach. Pater Andrzej hat es ganz toll gemacht und mich bei der Hand genommen. Es war gar nicht schlimm. Und danach sind alle Kinder auf den Kirchturm gestiegen. Tolle Glocken, tolle Aussicht.

 

Die Übernachtung war lustig. Wir waren ganz lange wach. Und natürlich am nächsten Morgen bei der Messe völlig übermüdet. Aber toll war es schon!

Wir haben auch wichtige Sachen aus unserer Kirche gelernt. Zum Beispiel, dass im Tabernakel das Heilige Brot aufbewahrt wird , oder dass das Pult, an welchem die Lesung gehalten wird, Ambo heißt.

Wir haben den Kreuzweg besprochen und uns alle Bilder angeschaut, die in der Kirche hängen.

Im Mai haben wir unsere Kerze gebastelt. Das Thema unserer Kommunion war: “Ich bin der gute Hirte!”

Wir haben ein Kreuz, ein Schaf, einen Kelch und ein Leib Christi auf die Kerze geklebt. Und wer wollte, konnte noch das Datum unserer Ersten Heiligen Kommunion aufkleben.

Zwei Proben hatte Edina für die Messe der Kommunionfeier eingeplant.

Und die brauchten wir auch. Alle waren nervös. Und bei den Proben lief einiges schief. Plötzlich wusste niemand mehr, wann er oder sie dran war, einen Text zu sprechen oder wo man zu stehen hat.

Chaos pur!

Und da war er, der große Tag. Und besagte Frage: Mama, wo ist denn meine Fliege?

So schick habe ich mich noch nie gemacht. Und alles für Gott.

Als wir in der Kirche ankommen, sind schon die Mädchen da. In weißen Kleidern und hübschen Frisuren. Auch sie wollen schön sein für Gott. Der Einzug in die Kirche klappt gut. Alle Menschen schauen uns an. Mir klopft das Herz bis zum Hals. Vorne stellen wir uns mit den Messdienern und dem Pater auf. Beim Anzünden der Kerze muss ich aufpassen, dass ich sie auch gerade halte. Und nun geht alles sehr schnell. Plötzlich bin ich dran und lese meine Fürbitte vor. … Puh, ohne Patzer!

Dann gehen wir nach hinten in die Kirche und holen die Gaben für die Eucharistiefeier.

Zum Vater unser gehen wir nach oben zum Altar. Wir halten uns bei den Händen und beten zusammen.

 

Und nun ist der ersehnte Augenblick da. Ich forme aus meinen Händen eine Schale und nehme das erste Mal den Leib Christi zu mir. Ganz beseelt gehe ich auf meinen Platz.

 

- Es ist schön, ganz nah bei Gott zu sein. -