Junge Kirche Hamm

Ehrenamt

Das Projekt Junge Kirche mit seinen Themen Café (Hamm), Trauer (Barmbek), Elterncafé (Kita Herz-Jesu), Sprechstunden Corona (online) wird insbesondere durch Ideen, Kompetenz und Zeit von Ehrenamtlichen jeglichen Alters verwirklicht.

Einige von ihnen stellen sich, ihr Thema und ihre Arbeitsweise in dieser Ausgabe vor. Dass dies alles zu einem Netzwerk wird, koordiniert ist und sich entwickelt, ist Aufgabe der Hauptamtlichenstelle.

Magret May

Ehrenamt 2.0 – oder wie das Jahr 2020 meine Mitarbeit in der Gemeinde verändert hat. Dass das Jahr 2020 für mich ein anderes – auch im Bezug auf mein Engagement in der Gemeindearbeit – werden würde, wusste ich bereits. Der Grund dafür war aber ein ganz anderer, als der, der jetzt bestimmt vielen als erstes einfällt: Nicht wegen einer Pandemie, die unser Leben auf den Kopf stellen würde – ein solches Szenario hätte auch ich Anfang des Jahres noch nicht für möglich gehalten. Nein, der eigentliche Grund war ein sehr schöner – ich wurde zum ersten Mal Mama: Im Juni 2020 ist unser kleiner Sohn auf die Welt gekommen. Daher hatte ich bereits gegen Ende des letzten Jahres und noch vor der Gründung unserer neuen Pfarrei angekündigt, etwas kürzer zu treten – aber wenn möglich trotz „Kind und Kegel“ weiter im Kontakt zu bleiben. Vor allem im Projekt „Junge Kirche“ wollte ich gerne auf dem Laufenden bleiben und wenn möglich an der ein oder anderen Stelle unterstützen (nicht zuletzt auch aufgrund des netten Teams, mit dem ich in den letzten Jahren schon so manchen Abend zusammen verbracht hatte). Dass ich mit Kind (zumindest in der ersten Zeit) natürlich nicht mehr so flexibel wie zuvor sein würde, war mir auch klar – das heißt, eine wirkliche Vorstellung davon, wie ich mich trotzdem noch einbringen könnte, hatte ich bis es so weit war nicht. Doch dann kam wieder alles anders, denn ganz ehrlich: Wer hätte gedacht, dass es in der „guten alten“ katholischen Kirche zum Beispiel regelmäßige online Übertragungen der Gottesdienste geben würde? (Die mir übrigens – in der Zeit war ich hochschwanger – mehr als gelegen kamen…) Und natürlich hatten die Umstände in diesem Jahr auch Auswirkungen auf die Arbeit in unserem Projekt „Junge Kirche“: Zum einen wurden Sitzungen nicht mehr (nur) vor Ort abgehalten, sondern auch digital – so konnte ich mich auch dazu schalten, während der Kleine gerade auf meinem Schoß eingeschlafen war, und es war egal, ob ich in Hamburg oder zu Besuch bei meinen Eltern war. Zum anderen haben wir auch versucht, in der Organisation und Kommunikation untereinander neue Wege zu gehen, indem wir unsere Ideen, Aktionen und Protokolle der Sitzungen auf einer Online-Plattform zusammengetragen haben. Für mich hatte das wiederum den Vorteil, dass ich mir die Sachen anschauen konnte, wann es mir passte und ich somit wie gewünscht auf dem Laufenden bleiben konnte. Und ich konnte mich auch dort einbringen, wenn mir zum Beispiel etwas zu einem der offenen Punkte eingefallen war. Auch wenn ich in diesem Jahr bei keiner Aktion vor Ort mit dabei sein konnte, habe ich im Hintergrund unterstützen können, zum Beispiel in dem ich Karten oder Flyer mitgestaltet habe – etwas, was ich sehr gut aus dem „Homeoffice“ und ebenfalls zu Wunschzeiten erledigen konnte. Auch wenn ich mir (wie wohl die meisten von uns) eine schnelle Rückkehr zur „Normalität“ wünsche, hatten die Herausforderungen in diesem Jahr für mich somit auch positive Seiten. Natürlich freue ich mich schon auf die Zeit, in der wir uns wieder unbeschwerter treffen können. Gleichzeitig bin ich sicher, dass sich die ein oder andere Veränderung auch dauerhaft bewähren wird.
 
Viele Menschen freuen sich auf die Rente, weil sie dann endlich zu den Dingen kommen, für die vorher die Zeit fehlte. Mir geht es anders. ich bin Soziologin und Lehrerin, habe Erzieherinnen ausgebildet. Meine Themen drehten sich um Menschen, ihr Verhalten, ihre Entwicklung… . Das habe ich unterrichtet, dazu habe ich Erfahrungen im Beratungsbereich gesammelt, dazu habe ich Bücher geschrieben ( z:B hauen, beißen, sich vertragen). Diese Themen lassen mich nicht los, weil ich pensioniert bin; sie faszinieren mich noch immer. Ich gebe weiter Seminare, berate weiter, habe mich bei Wellcome e.V, engagiert (einem Verein, der Eltern nach der Geburt ihres Babys entlasten möchte), helfe Schulkindern bei auftretenden Fragen (über Ankerlicht e.V.) und jetzt bin ich auch bei der „jungen Kirche Hamm“.
Irmgard Kollmann
 Im Sommer 2020 bin ich zum ersten Mal Mama geworden. Deshalb hatte ich im Projekt Junge Kirche schon frühzeitig mein Kürzertreten als Ehrenamtliche angekündigt. Andererseits wollte ich unbedingt in Kontakt mit dem Team bleiben. Dann kam Corona und mit der Pandemie eine neue Arbeitsweise: Videokonferenzen, in denen ich von zu Hause aus mitarbeiten konnte- Stillzeit inclusive-, Chats auf einer Onlineplattform, sogar Kontakt zu Jugendlichen via Skype. Das ganze Team verlegte die Organisation und Kommunikation jetzt auf eine Online Plattform, damit konnten wir alle in unserer Wunschzeit arbeiten. Damit haben wir sogar einen Gottesdienst geplant und einen Firmtag. Natürlich freue ich mich schon auf die Zeit, in der wir uns wieder unbeschwert treffen können, gleichzeitig bin ich sicher, dass sich die ein oder andere Veränderung auch dauerhaft bewähren wird.
Iris
Hi, ich bin Jan. 26 Jahre. „Junge
Kirche“ habe ich über meine Arbeitsstelle als Leiter eines Druck-/ Copycenter kennengelernt. Als die Frage nach Erstellen einer PowerPoint kam, war ich sehr interessiert, denn ich will mich beruflich weiterentwickeln und sagte zu. Das Ergebnis haben viele von euch auf dem Hammer Weihnachtsmarkt 2019 gesehen. Auch Flyer und Plakate habe ich schon für Junge Kirche entworfen. Warum ich das ehrenamtlich mache? Ist doch ein gutes Training für meine zukünftigen Fortbildungen. Mit Kirchen habe ich eigentlich gar nichts am Hut. Aber Gott ist groß in meinem Leben …. . mich beschäftigt die Frage nach dem Leid in der Welt. Und ich finde gut was Junge Kirche macht z.B. die Foodtruckaktion.

Jan
 
Ich bin Dustin Mohr und im Pfadfinderstamm Charles de Foucauld in Hamm tätig. Dort war ich zunächst Gruppenleiter. Über eine Mitgliedschaft im Pfarrgemeinderat bin ich auch zum Team Junge Kirche gekommen.Für mein Ehrenamt ist es mir besonders wichtig, dass die Zeit gut genutzt und nicht unendlich wird. Der berühmte kleine Finger den man gibt, an dessen Stelle aber der ganze Arm genommen wird, das funktioniert nicht, wenn ich neben meinem Beruf und dem Ehrenamt noch Zeit für mich brauche. Dazu ist es mir sehr wichtig selbst zu bestimmen, wann Zeit fürs Ehrenamt ist. Aufgaben oder Anrufe fürs Ehrenamt bündle ich. Neben Terminen sollte eine Woche auch Freizeit haben. Ein festes Ende hilft der Planung, eine Moderation sorgt für Struktur. Bevor ich dann eine Aufgabe übernehme, überlege ich mir, ob ich ausreichend Zeit habe. Wenn das dann gut läuft, ist auch klar, dass nach getaner Arbeit – in normalen Zeiten – ein gemütliches Beisammensein den Abschluss bildet.
Dustin
 „Ein Schiff das sich Gemeinde nennt…“ war sozusagen der Titel-Song‘ meiner Firmung. Spätestens seit dieser Zeit ist mir klar, ich muss, meinen Teil beitragen, wenn in Kirche/Gemeinde etwas passieren soll. Die Aufgaben, die mich seither gefunden haben, waren vielfältig. In den vergangenen 40 Jahren hab‘ ich dabei so Vieles gelernt, indem ich Aufgaben übernahm, die ich mir vorher nicht zugetraut habe, weil niemand sonst da war, der es getan hätte; aber auch auf meine Grenzen zu achten und hier und da ‚Nein‘ zu sagen. Wichtig ist immer, mit einer Gruppe von Menschen gemeinsam konkrete Ziele vor Augen zu haben, dann macht die Arbeit Spaß und es entsteht ein Gefühl von Gemeinschaft.
Angela
 Sind Sie neugierig geworden? Sie wollen Ihr Thema einbringen?
Sie haben eine bestimmte Zeitvorstellung (Ehrenamt auf Zeit)?
Nehmen Sie Kontakt zur Leiterin des Projektes Junge Kirche Hamm auf und erfahren Sie mehr.
Magret May
E-Mail jungekirchehamm@icloud.com
Telefon 0160 722 91 44

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