St. Franziskus – Kunstführer

Als unsere St. Franziskus Kirche in den Jahren 1974/75 renoviert und der Altarraum den Anforderungen des damals zu Ende gegangenen Konzils entsprechend umgestaltet wurde, haben viele sich eine Seite gewünscht, die den gesamten Kirchenraum mit den dort vorhandenen Kunstwerken erläutern sollte – einen kleinen Führer durch unsere Kirche. Anläßlich des 50-jährigen Jubiläums wurden in einem größeren Rahmen auch einzelne Kunstwerke des Kirchenraumes erklärt, doch konnten sie dem Anspruch eines Führers durch unsere Kirche nicht gerecht werden. Nun endlich, im Zusammenhang mit dem 60-jährigen Jahrestag der Kirchweihe im August 1987 können wir diese vorliegende Seite als kleinen Führer durch unser Gotteshaus fertigstellen. Da im zweiten Weltkrieg im Jahre 1943 die Kirche völlig ausbrannte, wurde die gesamte damalige Innenausstattung vernichtet. Doch blieben sämtliche bautragenden Mauern, die Empore sowie der Turm stehen, so dass es lediglich des Wiederaufbaus der Dachkonstruktion und des Inneausbaus bedurfte um den Kirchenraum in seiner alten architektonischen Schönheit wieder erstehen zu lassen. Die Kirche ist im Basilikastil  mit einer klaren Raumgestaltung erbaut. Diese wird durch die flache Balkenholzdecke noch unterstrichen. Diese Decke gibt dem Raum trotz seiner Größe (420 Sitzplätze im Kirchenschiff) seine Wärme und den Eindruck innerer Geschlossenheit.
Als die Kirche 1954 wieder aufgebaut worden war, konnten im Chorraum die noch heute dort zu sehenden Fenster eingebaut werden. Diese wurden noch vor dem Krieg auf  Veranlassung des damaligen Seelsorgers Pastor Fecker von Professor Kamps in Berlin entworfen und hergestelt , aber sind wegen des bereits begonnen Krieges nicht mehr eingebaut worden, sondern wurden im Keller der Schule eingelagert.
So stellen diese beiden Chorfenster eine Verbindung zwischen der Kirche vor der Zerstörung zu dem wiederaufgebauten Gotteshaus dar. Schon bald nach der Wiedereinweihung der Kirche im Jahre 1954 schuf der Bildhauer Herr Georg Hörnschemeyer aus  Osnabrück die Herz-Jesu-Statue, die seitwärts vom Sakristeieingang über dem Nebenalter angebracht ist. Derselbe Künstler gestaltete wenig später die 14 Kreuzwegstationen, die bis heute an den einzelnen Säulen im Kirchenumgang angebracht sind. Bei der Neugestaltung des Altarraumes im Jahre 1974/75 war es das erklärte Ziel aller an der Planung Beteiligten, Altar, Taufort und Ort der Verkündigung möglichst nahe, ohne trennende Schranken, an die mitfeiernde Gemeinde heranzubringen, als deren innere Mitte. Zugleich sollte es möglich sein, dass sich die kleinere Werkstagsgemeinde im Altarraum selbst um den Altar versammeln konnten. In der künstlerischen Ausgestaltung des Chorraumes ist es hervorragend gelungen, beide Anliegen zu verwirklichen.
Teile: Tabernakelstelle, Ambo, Taufbecken und Altar nehmen in Ihrer äußeren Form die Raumgestalt des Altarchores bewußt auf.

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