Katholische Kirche St. Olaf

Die Entstehung der Kirche St. Olaf in Hamburg Horn

[…] habe ich Msgr. Ostendarp, Dechant und Pastor [..] zur größten Freude der Katholiken in Horn am 4. Dezember 1966 diesen Grundstein benediziert und gelegt. Die Kirche wird dem hl. König und Martyrer Olaf von Norwegen geweiht werden, weil der erste Spatenstich im Jahre des Nordischen Katholikentages 1965 in Hamburg getan wurde. Diese Tage hatten die Notwendigkeit enger Kontakte mit den skandinavischen Diasporagemeinden deutlich werden lassen. Mit der festlichen Einweihung der Kirche durch den Hamburger Bischofsvikar Johannes von Rudolf am 24. März 1968 begann das Gemeindeleben in St. Olaf. […] Das Grundstück des Gemeindezentrums Ecke Querkamp  – Speckenreye wurde von der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Hamburg erworben. Der aus einem Architektenwettbewerb vom Verband der römisch-katholischen Gemeinden ausgewählte Architekt Dipl. -Ing. Lothar Kreitz wurde mit dem Bau beauftragt. […]

Das Kirchengelände

Die Kirche steht mitten in einem Wohngebiet in Hamburg Horn und kann  mit dem Auto über die Speckenreye -Ecke Querkamp und den Öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Die U-Bahn Stationen Horner Rennbahn und Legienstraße U2 und U4 liegen in unmittelbaren nähe. Die Haltestellen Querkamp , Sandkamp und Stoltenstraße liegen 10 bis 15 Minuten Fußweg von dem Kirchengelände entfernt. Die Kirche ist nach dem Entwurf des Hamburger Architekten Dipl- Ing. Lothar Kreitz als eine Rundkirche gestaltet, die durch drei große Kreissegmente ihre Form erhalten hat. Die drei ineinandergreifende Kreissegmente weisen auf die göttliche Dreifaltigkeit hin. Der Rundbau der Kirche hat einen Durchmesser von 38 Metern und wird stützenfrei von einer kegelförmigen Dachkonstruktion überspannt, die von unten mit einer ungestrichenen Kieferschalung versehen ist. In der Mitte des Daches befindet sich eine Oberlichtlaterne, die einen vergoldeten Kreuzaufsatz trägt. Die Gesamtkonstruktion der Kirche erinnert auch an das Haus einer Weinbergschnecke und greift damit ein christliches Symbol der Auferstehungshoffnung aus dem Mittelalter auf. Denn das Vorgehen der Weinbergschnecke, die nach dem Winter den Deckel sprengt, mit dem sie ihr Schneckenhaus zum Schutz vor der Kälte verschlossen hatte und wieder neu ins Leben kriecht, erinnert an den Ostermorgen, als die ersten Zeugen der Auferstehung den Stein vor dem Grab Jesu weggewälzt und das Grab leer sehen.

Der Glockenturm

Der Glockenturm mit einer Höhe von 33 Metern befindet sich freistehend neben der Kirche. Er besteht aus zwei schalenförmigen Elementen, die ineinandergreifen. Die ersten Jahre befanden sich keine Glocken im Kirchturm. Die Karlsruher Glockengießerei goss die Glocken aus Bronze im Jahr 1971 um 15:00 Uhr (überlieferte Todesstunde Jesu). Am 11. März 1971 wurden die vier Glocken im Kirchturm eingeweiht und läuten seitdem in St. Olaf Horn. Die vier Glocken wurden der Gottesmutter Maria, dem hl. Petrus, dem hl. Olaf und der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmet.

Die Kirchenglocken wurden  in einem Beitrag vom NDR „Unsere Glocken im Norden“ beschrieben und der Klang unserer Glocken aufgezeichnet. Näheres zum Beitrag :

https://www.ndr.de/ratgeber/reise/glocken/St-Olaf-in-Hamburg-Horn,gnhamburg107.html

Der Heilige Olav

Die Reliquie des Heiligen Olaf befindet sich in der Kirche in einer Wandnische beim Taufbecken. Durch die Wahl dieses Ortes soll zum Ausdruck kommen, dass der Hl. Olaf als Zeuge des Glaubens an die christliche Berufung und Sendung erinnern möchte, die aus der Taufe erwächst: aus dem Glauben an den liebenden dreifaltigen Gott und im Vertrauen auf seinen Beistand Menschen zu Christus zu führen.
Diese Aussage wird durch die Darstellung des Menschenfischers Petrus auf dem Bronzedeckel des Taufbeckens noch einmal verstärkt. Diese Figur des Hl. Olaf ist ein Abschiedsgeschenk von
Pfr. Wilhelm Kreiss im Januar 2005.

Der Kreuzweg

Der Kreuzweg ist 1970 aus Betonglasfenstern nach Entwü rfen von Synold Klein von der Firma Kröplin in Hamburg gearbeitet worden. Es sind stilisierte und symbolische Darstellungen, die in ihrer Gesamtheit wie ein langes Band oder wie ein Weg wirken.
Dabei erschließen sich die einzelnen Stationen nicht leicht. Farbgebung und Symbolik laden zu meditativen Betrachtungen ein.
Der Kreuzweg im Detail ist im Kirchenführer St. Olaf beschrieben.

Die Orgel

Am Sonntag, den 30. April 1978 wurde die Pfeifenorgel, ein Werk der Orgelbaufirma Alfred Führer aus Wilhelmshaven, in einem Gottesdienst vom Weihbischof Karl-August Siegel festlich eingeweiht. Sie hat eine mechanische Spieltraktur, eine elektrische Registertraktur, drei Koppeln sowie drei Setzerkombinationen und natürlich das Plenum.

 

Texte und Bildmaterial entstammen aus dem Archiv, aus der Urkunde der Grundsteinlegung und dem Kirchenführer St. Olaf

den gesamten Kirchenführer erhalten Sie für 2,00 Euro im Pfarrbüro St. Olaf und in der Kirche 

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