Sr. Klarissa erzählt…

… aus Klaras Küche
© Matthias Greve
Dezember 2025
Klaras Küche hat in den letzten Wochen und Monaten viel Aufmerksamkeit erfahren.
Nachdem wir Anfang 2024 einen ersten Antrag mit der Bitte um Förderung beim Bonifatiuswerk gestellt hatten, haben wir dort mit unserem Projekt große Aufmerksamkeit bekommen. Im Februar des letzten Jahres erreichte mich die Anfrage, ob wir in Klaras Küche einverstanden wären, deutschlandweit als Beispielprojekt für die diesjährige Diasporaaktion vorgestellt zu werden. Wir würden dafür eine besondere finanzielle Zuwendung erhalten. Wir sagten mit Freude dazu „Ja!“
Im März 2025 kam zur großen Ausgabe in Klaras Küche Herr Salzmann, ein Journalist des Bonifatiuswerkes, der Fotos machte und einen Artikel über uns verfasste, der Eindruck macht!
So tauchte mein Gesicht als Titelbild im Bonifatiusblatt 03.25 auf mit einem vierseitigen Artikel innendrin und der Zahlkarte in der Mitte des Heftes wiederum mit Fotos von unserer Ausgabe in St. Franziskus. Viele von Ihnen werden das Heft gesehen haben.
Diese große Bekanntmachung von Klaras Küche durch das Bonifatiuswerk in ganz Deutschland brachte uns nun in weitere Medien hinein.
Am 4. Oktober 2025 hatte ich ein Interview in Radio Horeb und am 11. November 2025 im DOMRADIO Köln. Bei der Ausgabe im September war ein Kamerateam von EWTN zugegen und erstellte ein Video über Klaras Küche, dass über die Website des Bonifatiuswerkes und über Youtube zu finden ist: „Klaras Küche“ – eine Tafel für Leib und Seele in Hamburg.
Dagmara Kotecki und ich wurden eingeladen, am 9. November 2025 bei der Eröffnung der Diasporaaktion im Kölner Dom und dem anschließenden Festakt dabei zu sein. Auch dort wurde das über Klaras Küche erstellte Video vorgeführt und wir konnten über unser Tun in Hamburg berichten.
Letztlich tauchten wir im Magazin „jetzt WIR“ auf, ein Magazin, das als Beilage zu den deutschen katholischen Kirchenzeitungen erscheint. Dieses Mal war es als Exklusivausgabe zum Diasporasonntag am 16.11.2025 gestaltet.
Durch die Aufmerksamkeit des Bonifatiuswerkes für Klaras Küche ist unsere Pfarrei St. Franziskus deutschlandweit bekannt geworden. Das ist für uns alle ein Gewinn! Dem Bonifatiuswerk gebührt unser Dank, dass sie uns die Chance des so großen Bekanntwerdens ermöglicht haben und uns weiterhin unterstützen.
Sorgen wir nun dafür, dass wir dieser Bekanntheit gerecht werden, indem wir unser soziales Engagement ernst nehmen und für Arme und Bedürftige mit Tat, Rat und finanzieller Unterstützung auch im neuen Jahr 2026 da sind.
Sr. Klarissa
Oktober 2025
In der Jahreszeit, in die wir jetzt hineingehen, fallen viele Heiligenfeste von den Heiligen, die wir die Heiligen der Nächstenliebe nennen.
* Den Reigen eröffnet für mich der Hl. Martin von Porres, ein Dominikaner in Peru, der am 3.11. gefeiert wird. Er ist Sohn eines spanischen Eroberers und einer einheimischen jungen Frau, durfte darum als Nicht-ehelich-geborener keine Priesterweihe empfangen, aber als heilkundiger Bruder tat er den Armen in der Stadt Lima viel Gutes.
* Am 11.11. feiern wir den Hl. Martin, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Alle von uns kennen diese Geschichte.
* Am 19.11. denken wir an die Hl. Elisabeth, die als Königstochter nicht wollte, dass sie auf Kosten der Armen lebt und ihnen darum Almosen brachte.
* Der Hl. Nikolaus von Myra bringt den Kindern bis heute gute Gaben.
* Am 4.12. folgt die Hl. Barbara, mit der sich die Geschichte verbindet, dass sie durch die Kirschzweige, die an diesem Tag ins Wasser gestellt werden und die dann an Weihnachten blühen, die Heilige ist, die Licht ins Dunkel bringt.
* Von Lucia, die wir am 13.12. feiern, wird berichtet, dass sie den frühen Christen Nahrungsmittel brachte. Während der Christenverfolgung saßen diese Menschen in Rom in den unterirdischen Katakomben, da sie um ihr Leben fürchten mussten. Damit Lucia mit beiden Händen Taschen tragen konnte, setzte sie sich einen Lichterkranz auf den Kopf, um sehen zu können. Den Brauch, dass Mädchen mit einem Lichterkranz auf dem Kopf an diesem Tag gute Gaben bringen, gibt es bis heute in Schweden.
Etwas mehr zum Hl. Nikolaus: In einer Hungersnot überredete er den Kapitän eines mit Getreide beladenen Schiffes, dieses an die hungernde Bevölkerung zu geben. Es wird als Kornwunder bezeichnet, dass nach Ausladen des Schiffes das Schiff trotzdem voll beladen weiterfahren konnte, der Kapitän keinen Schaden durch sein Gutsein erlitt und die Menschen in Myra wieder zu essen hatten.
Eine andere Geschichte des guten Bischofs: ein armer Vater war traurig darüber, dass er seinen drei heiratsfähigen Töchtern keine Aussteuer geben konnte. Nikolaus warf nachts durch den Kamin des Hauses je goldene Kugeln in die dort aufgehängten Strümpfe und die Mädchen – und damit die Familie – hatte wieder eine gute Zukunft vor sich. Daraus entstand der Brauch, dass – bis heute – morgens in den Strümpfen/Schuhen etwas vom Hl. Nikolaus zu finden ist.
In Klaras Küche nehmen wir uns ein Beispiel an diesen Heiligen. Wir geben, was wir haben und werden dabei selbst nicht ärmer – sondern von den frohen Gesichtern unserer Gäste beschenkt. Schön, dass wir am Samstag, den 22. November und am 13. Dezember am großen Ausgabetag wieder für unsere Gäste eine Wohlfühlatmosphäre schaffen und Lebensmittel weitergeben können, die uns gute Menschen gespendet haben.
Danke, wenn Sie zu Ihnen gehören!
Das Frühstück in Klaras Küche ist in der dunklen Jahreszeit – je mit einer schönen Geschichte – im November an allen Donnerstagen, nämlich am 6., 13., 20. und 27. November. Im Dezember sind es der 4., 11. und 18. Dezember. In den Räumen der Gemeinde St. Franziskus ist jede/r herzlich willkommen.
Im neuen Jahr 2026 starten wir am 8. Januar ins neue Frühstücksjahr von Klaras Küche.
Und ein Rückblick auf das, was sich in der letzten Zeit in Klaras Küche tat:
Das Bonifatiuswerk, das sich für die Katholiken in der Diaspora einsetzt, wählte Klaras Küche deutschlandweit als Beispielprojekt aus, um auf den Einsatz von Katholiken in der Diaspora aufmerksam zu machen. Darum findet sich ein mehrseitiger Artikel über Klaras Küche in dem viermal jährlich erscheinenden Bonifatiusheft, aktuell 3/2025 und im Bonikids-Heft (für Kinder) der Herbstausgabe 2025. Es ist für uns ein großes Kompliment, dass in allen katholischen Kirchen Deutschlands Klaras Küche sichtbar wird.
Daneben gab es in Radio Horeb, einem katholischen Rundfunksender, am 3. Oktober einen Bericht über uns – im Zusammenhang mit anderen Aktionen des Bonifatiuswerkes.
Der Fernsehsender EWTN, der weltweit größte religiöse Fernsehsender, machte bei der Ausgabe von Klaras Küche im September 2025 Aufnahmen bei uns in St. Franziskus. Es wird noch bekannt gemacht, wann wir „uns“ zuschauen können.
Der Diasporasonntag ist immer der dritte Sonntag im November. Er ist ein Tag, an dem Katholiken in Deutschland mit Gebet und Spenden die Glaubensgeschwister in der Diaspora unterstützen. Er fällt in diesem Jahr mit dem Welttag der Armen, dem 16. November zusammen, an dem wir wieder – wie schon im letzten Jahr – die orangenen Schals in und um unsere Kirchen herum aushängen.
Sr. Klarissa
August 2025
In Klaras Küche ist immer mal wieder was los – neben der Ausgabe am vorletztem Samstag jeden Monats.
Am Samstag, dem 12. Juli waren alle Ehrenamtlichen zu einem gemeinsamen Grillnachmittag/ -abend nach St. Olaf eingeladen. Obwohl das Wetter sich nicht von der sonnigen Seite zeigte, entstand eine schöne Stimmung unter denen, die mitwirken bei Klaras Küche. Helfende aus allen drei Orten lernen sich an solch einem Tag kennen und tauschen ihre Erfahrungen aus.
Am Samstag, dem 16. August hat das Team von Klaras Küche wieder einen Ausflug in die Fischbeker Heide gemacht, wie schon in den letzten Jahren mit wandern und picknicken in der Heide.
Bei der Ausgabe am 19. Juli kam in St. Franziskus das Leitungsteam des Bonifatiuswerkes dazu – Generalsekretär Monsignore Austen und sechs verschiedene Bereichsleiter machten sich einen persönlichen Eindruck vom Wirken in Klaras Küche. Das Bonifatiuswerk hat sich zur Aufgabe gemacht, katholische Christen in der Diaspora zu unterstützen. Klaras Küche soll in diesem Herbst am Diasporasonntag deutschlandweit als Modell vorgestellt werden, wie Menschen für Menschen da sein können.
Dann: wir werden am Welttag der Armen, der in diesem Jahr auf den 16. November fällt, wieder die Aktion „Orange Schals“ in unseren Kirchen durchführen. Also – wenn es einem abends nicht mehr danach ist, draußen zu sein, ein Tipp zum Tätigwerden: nehmen Sie orange Wolle zur Hand und stricken Sie einen schlichten Schal, einfach kraus rechts gestrickt – 20 cm breit und 120 cm lang – und geben Sie ihn bei uns ab. Diese Schals werden bestimmt, wie schon im letzten Jahr, gut angenommen.
Ihre Sr. Klarissa
Juni 2025
Es ist Sommer, die Sonne steht im Zenit und hat unsere ganze Aufmerksamkeit.
Der Heilige Franziskus hat kurz vor seinem Tod einen Gesang verfasst mit dem Titel „Sonnengesang“. In diesem Jahr ist er 800 Jahre alt. Darum ist es gut, ihn besonders zu würdigen.
In der Franziskuskirche in Barmbek sind 10 Fenster zu diesem Sonnengesang gestaltet. Die Künstlerin Tatiana Ahlers-Hestermann hat sie entworfen und sie leuchten aus dickem Dallglas selbst an Tagen, an denen keine Sonne scheint hell und das Gemüt erhebend.
Schauen Sie mal in die Kirche hinein und freuen sich an diesem lichtvollen Glas!
Franziskus besingt im Sonnengesang die Schöpfung: die Sonne, den Mond, die Sterne, das Wasser, die Bäume, Blumen, die großen und kleinen Tiere und nennt sie je „Bruder“ und „Schwester“.
Er stellt sich als Mensch in die Reihe des Geschaffenen und sieht sich als dazu gehörendes Geschöpf.
Übernehmen wir diese seine Haltung, drückt sich darin aus, dass wir Menschen das Geschaffene nicht durch unserem Gebrauch ausnutzen dürfen. Nur so wird die Natur erhalten, so dass künftige Generationen auch noch z.B. klares Wasser genießen kann. Alles ist gleich viel wert und erhaltenswert. Untereinander sind die Geschöpfe in den Augen von Franziskus Geschwister.
In Klaras Küche leben wir in ebenfalls dieser Haltung. Jeder Mensch hat die gleiche Würde – auch wenn der eine gibt und der andere Mensch nimmt. Mal bin ich die, die anderen geben kann, mal gehöre ich zu den Bedürftigen. Niemand in Klaras Küche erhebt sich über den anderen Menschen, sondern jeder erkennt an, dass Gott jedem von uns etwas gegeben hat, was dem anderen zum Nutzen ist. Wenn wir in Achtsamkeit aufeinander schauen, ist das zu entdecken. Wer das ausprobieren möchte, ist herzlich willkommen in Klaras Küche.
An dieser Stelle Dank an alle, die mitgewirkt haben beim Benefizkonzert zugunsten Klaras Küche am 1. Juni. Wir durften 191 Besucher zählen und hatten darum auch ein hohes Spendenaufkommen von 1.000 Euro.
Sr. Klarissa
April 2025
„Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuch mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist …“.
(Quelle: Dalia Lama)
In Klaras Küche sind viele kleine Leute am Werk, die miteinander Großes vollbringen, dass nicht mehr zu übersehen ist in unserer Pfarrei.
Der Geist Gottes beseelt uns und bringt bei den helfenden Ehrenamtlichen und den Gäste immer wieder viel Freude.
Das Miteinander im Team der Ehrenamtlichen entwickelt sich zu einem starken Band, in dem an Freud und Leid Anteil genommen wird.
Herzliche Einladung, darin mitzuwirken; denn wir können jede/jeden kleinen oder großen, jungen oder alten Menschen brauchen.
Sr. Klarissa Watermann OP
Februar 2025
Wir gehen in der Zeit dieses Infoblattes durch die Fastenzeit auf Ostern zu. Das ist Zeit zur inneren Einkehr und Umkehr und dann Zeit, Jesus durch sein Leiden hin zur Auferstehung zu begleiten. Leben mit seinen Höhen und Tiefen steht uns vor Augen. Ja, so erleben wir es oft.
In Klaras Küche kommen Menschen, die sich in allen möglichen Lebenslagen finden. Mal sind es Menschen, die gerade einen runden Geburtstag in Freude feiern dürfen; mal Menschen, die sich einfach freuen, dass sie bei uns etwas gratis bekommen und dazu freundliche Aufnahme und Bewirtung. Aber immer sind auch die dabei, denen das Leben schwer ist, die einsam sind, die Krankheiten zu bewältigen haben oder Angehörige auf schweren Wegen begleiten. Es ist gut, dass unsere Ehrenamtlichen aufmerksam auf jede/jeden sind. Das ist ein Segen!
Jesus wurde nackt und bloß gemacht, als er zur Hinrichtung am Kreuz geführt wurde – wie würdelos. Ein wichtiger Aspekt in Klaras Küche ist es, Menschen Würde wieder zu geben, die sie selbst nicht mehr empfinden. Es ist wie ein Dienst an unserem leidenden Herrn!
Schön ist es, dass wir Kinder und Jugendliche als Helfende dabei haben, die von allen mit Freude gesehen werden. Da hellt sich manches Gesicht auf, wenn ein werdendes Kommunionkind saubere und gebrauchte Teller hin und her trägt und dabei freundlich grüßt!

Ich finde, hier ist Gott gegenwärtig. In Indien sagt man „Namaste“, eine Grußformel der Hindus. Die Hände werden dabei vor der Brust auf der Höhe des Herzens gefaltet. Es bedeutet: ich verbeuge mich vor dir, ich achte auf dich. Ich verbeuge mich vor dem Göttlichen in dir. Wie gut, dass dies – auch unausgesprochen – in Klaras Küche zu spüren ist.
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Es ist eine Haltung geworden! Herzlich willkommen!
Sr. Klarissa
Dezember 2024
Das Neue Jahr hat begonnen. Niemand weiß, was es uns bringen wird.
In Klaras Küche haben wir aber schon die Idee geboren, dass das Stricken orangener Schals und die damit verbundene Aktion zum Welttag der Armen auch in 2025 stattfinden soll.
Es sind in unserer Pfarrei mehr als 130 Schals gestrickt und verteilt worden. Es war deutlich zu spüren, wie gern die Menschen diese kuschligen Wollteile an sich nahmen und sich dabei an den leuchtenden Farben freuten!
Wer in Solidarität mit den Armen einen solchen Schal an sich nahm, wurde gebeten, einer Institution, die sich um Arme und Bedürftige kümmert, eine Spende zukommen zu lassen. Das war im Fall unserer Pfarrei Klaras Küche. Bis Ende November konnten wir ca. 1100 € auf unserem Konto entdecken, die wohl im Zusammenhang mit den orangen Schals stehen. Ganz herzlichen Dank allen, die uns immer wieder unterstützen, so dass wir für die da sein können, denen es an Nötigem fehlt!
Noch sind wir in der dunklen Jahreszeit. Da ist es gut, an den langen Abenden weiterhin das Strickzeug durch die Hände gleiten zu lassen und orange Schals zu fertigen. Bis zum November 2025 sammeln wir die fertigen Stück gern ein! Am 16. November 2025 ist wieder Welttag der Armen.
Daneben – legen wir das, was uns ungewiss ist, mit den Worten von Dietrich Bonhoeffer in Gottes Hände und tun Gutes, soweit wir es vermögen!
Sr. Klarissa
